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Deutschland liegt bei der Zuwanderung junger Erwachsener im MittelfeldPressemitteilung

BiB vom 25.06.2018

Wiesbaden – Durch Zuwanderung aus dem Ausland ist die Altersgruppe der 30- bis 35-Jährigen in den letzten Jahrzehnten durchschnittlich um 700.000 Personen pro Jahr angewachsen. Das entspricht einer Vergrößerung dieser Altersgruppe um 10 % gegenüber der in Deutschland geborenen Bevölkerung.

Diese Zahlen hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden für den Zeitraum von 1986 bis 2016 berechnet. Dabei wechselten sich Phasen mit stärkeren Wanderungszuwächsen (zwischen 1992 und 1998 sowie seit 2007) mit Jahren geringerer Zuwanderung (1985-1990, 2001-2005) ab.

Wie der Vergleich zu anderen OECD-Staaten zeigt, bewegt sich Deutschland mit diesem Wert im internationalen Mittelfeld. In der Schweiz beispielsweise vergrößerten ausländische Migranten die Altersgruppe der 30- bis 35-Jährigen im gleichen Zeitraum im Schnitt um 21 %, in jüngster Zeit betrug der Anteil sogar fast 40 %. In Großbritannien wiederum wuchs die Altersgruppe lediglich um 5 % an, da das Land zwischen 1990 und 2000 starke Abwanderungen verzeichnete und erst zuletzt wieder für Zuwanderer attraktiv wurde.

Am Ende der Skala rangiert Ungarn: Geringe Zuwanderung aus dem Ausland und eine stärkere Abwanderung in andere Länder verkleinerten die Altersgruppe um durchschnittlich 5 % pro Jahr - mit erheblichen Folgen: "In Ungarn führt die Abwanderung junger Erwachsener zu einem Verlust an Arbeitskräften und einem Rückgang der Elterngeneration. Dadurch beschleunigt sich die demografische Alterung der Bevölkerung", erklärt Forschungsdirektorin Dr. Nikola Sander vom BiB.

Für Deutschland wiederum resultiert die Zuwanderung in einem moderaten Anstieg des Arbeitskräftepotentials - sie konnte aber die durch den demografischen Wandel bedingte Verkleinerung der Altersgruppe über den Zeitverlauf nicht ausgleichen.

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