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Lärmbelastung von Beschäftigten verringernPressemitteilung

BAuA entwirft vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung der Umgebungskorrektur

BAuA 30/19 vom 16.07.2019

Dortmund – Lärmschwerhörigkeit gehört in Deutschland zu den am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten. Vor allem in Industrie und Handwerk ist die Lärmminderung durch die gezielte Auswahl leiserer Maschinen im Sinne eines Buy-Quiet-Konzeptes von großer Bedeutung für den Arbeitsschutz. Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Konzeptes werden belastbare Geräuschemissionsangaben der Hersteller von Maschinen benötigt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) stellt in einem nun veröffentlichten Bericht vor, wie sich die Umgebungskorrektur für die Ermittlung von Geräuschemissionsangaben einfacher bestimmen lässt.

Der Bericht "Geräuschemission von Maschinen – Einfache näherungsweise Ermittlung der Umgebungskorrektur" zeigt, wie sich die Hürden zur Ermittlung der Umgebungskorrektur senken lassen, wenn in den Betrieben bereits vorhandene Maschinen als Ersatz-Referenzschallquelle (Ersatz-RSS) verwendet werden. Dies verbessert die Geräuschemissionsangaben von Maschinen und ermöglicht die gezielte Beschaffung leiserer Maschinen.

Um die Sicherheitsanforderungen der Maschinenrichtlinie zu erfüllen, stehen Herstellern zur Ermittlung der Geräuschemissionsangaben europäisch harmonisierte Normen zur Verfügung. Diese erfordern teilweise Messungen in reflexionsarmen Halbräumen, die technisch und finanziell aufwendig sind. Einige Normen erlauben Messungen außerhalb eines akustischen Messraumes. Dies ist kostengünstiger, erfordert aber, dass die Umgebungskorrektur ermittelt wird. Diese korrigiert den mittleren Schalldruckpegel bezüglich der Abweichungen von idealen Freifeldbedingungen.

Der BAuA-Bericht erläutert zunächst die wichtigsten physikalischen Grundlagen (Kapitel 2), die benötigt werden, um das in Kapitel 3 beschrieben Verfahren zur Ermittlung der Schallleistung zu verstehen. In Kapitel 4 wird dem Leser schließlich das vereinfachte Verfahren vorgestellt, die Umgebungskorrektur zu ermitteln. Dabei wählen die Autoren anhand von dort vorgestellten Kriterien die Ersatz-Referenzschallquellen aus.

In den weiteren Kapiteln schließen sich Beschreibungen zu den Messaufbauten, Diskussionen über die Eignung der verschiedenen Ersatz-RSS, die Ermittlung der Umgebungskorrektur in verschiedenen Räumen sowie eine konkrete Handlungsanleitung an. Der Bericht schließt mit einer Zusammenfassung sowie einem Ausblick auf die weitere Forschung der BAuA auf dem Gebiet der Geräuschemissionsmessverfahren ab.

"Geräuschemission von Maschinen Einfache näherungsweise Ermittlung der Umgebungskorrektur"; Fabian Heisterkamp, Ilka Arendt; Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2019; 1. Auflage; 116 Seiten; DOI: 10.21934/baua:bericht20190517. Den Bericht im PDF-Format gibt es zum Herunterladen im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

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Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz arbeiten über 700 Beschäftigte.

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