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Erwerbstätigkeit im Rentenalter – sozialpolitische Probleme und Implikationen

Datum 23.06.2018

Coverbild der Publikation "Erwerbstätigkeit im Rentenalter – sozialpolitische Probleme und Implikationen" Quelle: www.springer.com

von Jutta Schmitz

Wenn Menschen, die bereits im Rentenalter sind, einer Erwerbstätigkeit nachgehen, so liegt die Frage nahe, warum sie dies tun. Eigentlich hat sich in modernen Arbeitsgesellschaften mit der Rente eine Lebensphase als Standard etabliert, die als erwerbsarbeitsfrei gilt. Die soziale Absicherung soll in diesem Lebensabschnitt durch das Alterssicherungssystem gewährleistet werden. Damit wird gleichzeitig auch Arbeitsmarktpolitik betrieben: Indem regelmäßig Ältere aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, werden für die nachrückenden Kohorten Stellen und Karrierewege frei.

Ein Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre zeigt jedoch, dass dieser grundlegende Standard des deutschen Sozialstaats zunehmend verwässert. Sowohl die Anzahl als auch der Anteil an Personen im Rentenalter, die einer bezahlten Arbeit nachgehen, steigt seit mehr als einer Dekade beständig an. Im Jahr 2014 gingen etwa 1.037.000 Menschen, die 65 Jahre oder älter waren, einer Erwerbsarbeit nach, ihre Erwerbstätigenquote lag bei 5,9 Prozent (eigene Berechnungen mit Mikrozensus 2015, vgl. Statistisches Bundesamt 2016, Tabellen 1.3 und 2.1). Fraglich ist, wie sich diese Entwicklung sozialpolitisch einordnen und bewerten lässt.

J. Schmitz (2018): Erwerbstätigkeit im Rentenalter – sozialpolitische Probleme und Implikationen. In: S. Scherger, C. Vogel (Hrsg.): Arbeit im Alter. Zur Bedeutung bezahlter und unbezahlter Tätigkeiten in der Lebensphase Ruhestand (Altern & Gesellschaft 1/2018). Wiesbaden: Springer VS, S. 99-123. zur Publikation

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