Demowanda Hauptnavigation

Arbeitslosigkeit und Gesundheit aus sozialmedizinischer Sicht

Datum 26.10.2007

Coverbild der Publikation "Arbeitslosigkeit und Gesundheit aus sozialmedizinischer Sicht" Quelle: www.aerzteblatt.de

von Andreas Weber, Georg Hörmann, Walther Heipertz

In Deutschland sind momentan etwa 3,7 Millionen Menschen arbeitslos. Vor diesem Hintergrund wird der sozialmedizinische Wissensstand gesundheitsrelevanter Aspekte von Arbeitslosigkeit diskutiert. Es zeigt sich, dass sich Arbeitslosigkeit negativ auf die psychosoziale Gesundheit auswirkt. Sie kann unter anderem zu Resignation, Rückzug, vermindertem Selbstwertgefühl, vermehrter Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen, Familien- und Partnerschaftskonflikten, sozialer Isolation, Schlafstörungen, depressiven Störungen, Angsterkrankungen, Suchtmittelkonsum und suizidalen Hand-lungen führen. Weniger eindeutig ist die Datenlage hinsichtlich möglicher somatischer Negativeffekte von Arbeitslosigkeit, zum Beispiel auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gastrointestinale Störungen oder bösartige Neubildungen. Gesundheitsrelevante Folgen von Arbeitslosigkeit werden durch zahlreiche Variablen wie Alter, Geschlecht, Dauer der Arbeitslosigkeit, Vorerkrankungen, sozioökonomischen Status, Qualifikation/Bildung, Biografie, Persönlichkeit, soziale Unterstützung und individuelle Bewältigungsressourcen beeinflusst.

A. Weber, G. Hörmann, W. Heipertz (2007): Arbeitslosigkeit und Gesundheit aus sozialmedizinischer Sicht. In: Deutsches Ärzteblatt (104) 43, A 2957 – 2962. zur Publikation

Eine Kooperation von

  • Logo der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
  • Logo des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB)
  • Logo des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB)
  • Logo des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA)
  • Logo des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
  • Logo des Robert Koch-Instituts (RKI)