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Pendelmobilität in Deutschland. Potenziale nutzen – Belastungen reduzieren

Datum 30.10.2018

Coverbild der Publikation "Policy Brief, Oktober 2018" Quelle: www.bib.bund.de

von Heiko Rüger, Nikola Sander, Thomas Skora

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern hat das Pendeln zugenommen. Dabei legen Frauen kürzere Wege zurück als Männer. Für sie bedeutet ein mobiles Leben mehr Stress. Darüber hinaus werden ihre Familienpläne negativer beeinflusst als bei Männern.

Das Wichtigste in Kürze:

Pendler in Deutschland brauchen immer länger für den Weg zur Arbeit: Im Jahr 2016 benötigte mehr als jeder vierte Erwerbstätige 30 Minuten oder mehr. Anfang der 1990er Jahre war es noch jeder Fünfte.

Der Weg zur Arbeit wird immer weiter: Der Anteil der Erwerbstätigen mit einem Arbeitsweg von mindestens 25 Kilometern stieg von 11 Prozent im Jahr 1991 auf rund 18 Prozent im Jahr 2016.

Der Weg zur Arbeit ist für Pendler in städtischen Regionen zwar kürzer als in ländlichen Regionen, die dafür benötigte Fahrzeit ist aufgrund einer höheren Verkehrsdichte aber länger als auf dem Land.

Das Pendeln hat sowohl bei Frauen als auch bei Männern zugenommen, wobei Frauen kürzere Wege zurücklegen als Männer. Bei Frauen sinkt die Pendelbereitschaft mit der Geburt des ersten Kindes, was zu schlechteren Karrierechancen gegenüber Männern führen kann.

Pendeln hat sowohl Vor- als auch Nachteile: Einerseits bringt Pendeln mehr Flexibilität bei der Wahl des Wohn- und Arbeitsorts, andererseits verursacht es Stress und lässt weniger Zeit für Familie und Freizeit.

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Hrsg.) (2018): Pendelmobilität in Deutschland. Potenziale nutzen – Belastungen reduzieren. Wiesbaden: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Policy Brief, Oktober 2018). zur Publikation

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