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Verkehrsmittelwahl und Stresserleben bei Fernpendlern in Deutschland. Bestehen Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten?

Datum 27.10.2017

Coverbild der Publikation "Bevölkerungsforschung Aktuell Heft 5/2017" Quelle: www.bib.bund.de

von Heiko Rüger, Julia Rettig, Sabia Maruhn, Simon Pfaff

Der Beitrag analysiert auf der Grundlage der deutschen Daten der Studie "Job Mobilities and Family Lives in Europe" den Zusammenhang zwischen Verkehrsmittelwahl und Stresserleben bei Fernpendlern mit einer täglichen Pendeldauer von mindestens zwei Stunden zwischen Wohn- und Arbeitsort. Neben der Art des Verkehrsmittels (Auto, Zug, Bus, U- oder S-Bahn) wird erstmals auch untersucht, ob die Anzahl der genutzten Verkehrsmittel einen Einfluss auf das Stresserleben der Berufspendler hat. Darüber hinaus wird geprüft, ob der Grad der Urbanisierung den Zusammenhang zwischen Verkehrsmittel und Stresserleben moderiert. Abschließend werden die verschiedenen Verkehrsmittel dahingehend betrachtet, wie die jeweiligen Nutzer die Pendelzeit wahrnehmen: als Freizeit, Arbeitszeit, Zeit zur Entspannung oder Zeitverschwendung.

Die Ergebnisse zeigen, das der Zusammenhang zwischen Verkehrsmittelwahl und Stresserleben deutlich durch den Grad der Urbanisierung moderiert wird: Während das Auto im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln in ländlichen Gebieten besser abschneidet, verhält es sich in städtischen Gebieten genau umgekehrt. Zudem werden deutliche Unterschiede zwischen den Verkehrsmitteln hinsichtlich der Wahrnehmung der Pendelzeit sichtbar: Wird das Pendeln mit dem Bus überwiegend als Zeitverschwendung wahrgenommen, empfinden die Pendler die Zeit in Zügen, U- sowie S-Bahnen noch am ehesten als Zeit zur Entspannung.

H. Rüger et al. (2017): Verkehrsmittelwahl und Stresserleben bei Fernpendlern in Deutschland. Bestehen Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten? In: Bevölkerungsforschung Aktuell (38) 5/2017, S. 2 - 14. zur Publikation

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