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Kinderlosigkeit und Kinderreichtum – Ein differenzierter Blick auf das Geburtengeschehen in Deutschland

Datum 05.02.2016

Coverbild der Publikation "Bevölkerungsforschung Aktuell Heft 1/2016" Quelle: www.bib.bund.de

von Detlev Lück, Ralina Panova, Robert Naderi, Martin Bujard

Ende des vergangenen Jahres verkündete das Statistische Bundesamt für das dritte Jahr in Folge einen leichten Anstieg der Geburtenrate auf 1,47 Kinder pro Frau im Jahr 2014. Aus der Perspektive der demografischen Forschung ist dieses Resultat allerdings keineswegs Anlass für eine Korrektur bestehender Annahmen zum konstant niedrigen Geburtenniveau in Deutschland. Nach wie vor gilt insbesondere Westdeutschland im europäischen Vergleich als die Region mit der höchsten Kinderlosigkeit.

Welche Dimensionen dieser Wandel angenommen hat, wird besonders im historischen Rückblick sichtbar: Bekamen die Frauen des Geburtsjahrgangs 1865 durchschnittlich noch 4,7 Kinder, so waren es bei den Frauen des Jahrgangs 1965 1,55 Kinder. Das Bestandserhaltungsniveau von 2,1 Kindern je Frau, bei dem die Zahl der geborenen Kinder so groß war wie die Zahl ihrer Eltern, wurde seit 50 Jahren nicht mehr erreicht. Vielmehr ist seitdem jede nachwachsende Generation um ein Drittel kleiner als die ihrer Eltern. Da mit jedem weiteren Jahr auch die Zahl der potenziellen Mütter schrumpft, wird für die nähere Zukunft kein deutlicher Wiederanstieg der Geburtenzahl erwartet. Dabei prägen vor allem zwei Prozesse das Geburtengeschehen, wie Detlev Lück, Ralina Panova, Robert Naderi und Martin Bujard in ihrem Artikel zeigen: zum einen der Anstieg des Anteils von dauerhaft Kinderlosen und zum anderen der Rückgang von Familien mit drei oder mehr Kindern.

D. Lück, R. Panova, R. Naderi, M. Bujard (2016): Kinderlosigkeit und Kinderreichtum – Ein differenzierter Blick auf das Geburtengeschehen in Deutschland. In: Bevölkerungsforschung Aktuell (37) 1/2016, S. 2 - 10. zur Publikation

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