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Glossar

Das Glossar definiert und erläutert auf dem demowanda-Portal verwendete Fachbegriffe. Es sind Begriffe, die in den jeweiligen thematischen Kontexten häufig benutzt werden und meist Kernbegriffe darstellen. Was mit ihnen gemeint ist, weicht nicht selten vom Alltagsverständnis ab. Dabei kann sogar ein und derselbe Fachbegriff in verschiedenen Kontexten Unterschiedliches bedeuten. Das Glossar soll Ihnen dabei helfen, sich in der Sprachwelt der Monitoring-Themen zurechtzufinden. Über das Alphabet können Sie gezielt nach Begriffen suchen.

Gemeldete (Arbeits-)Stellen

Bei den gemeldeten (Arbeits-)Stellen handelt es sich um sozialversicherungspflichtige oder geringfügige (Mini-Jobs) oder sonstige Stellen (z.B. Praktika- und Trainee-Stellen) mit einer vorgesehenen Beschäftigungsdauer von mehr als sieben Kalendertagen, für die Arbeitgeber einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter einen Vermittlungsauftrag erteilen.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Gesamtquotient

Der Gesamtquotient oder Gesamtabhängigenquotient ist vor allem für ökonomische Fragestellungen relevant und spiegelt das quantitative Verhältnis von Bevölkerung im erwerbsfähigen und nichterwerbsfähigen Alter wider, er ergibt sich als Summe aus dem Jugend- und dem Altenquotienten. Analog zu diesen beiden Kennziffern gibt es auch beim Gesamtquotienten keine vorgeschriebenen Altersgrenzen, am gebräuchlichsten sind Abgrenzungen bei 15 bzw. 20 Jahren nach unten und 60 bzw. 65 Jahren nach oben, also:

Die Zahl der Personen unter 15 bzw. 20 Jahren wird addiert zur Bevölkerungszahl ab 60 bzw. 65 Jahre, die Summe wird dividiert durch die Bevölkerungszahl zwischen 15 bzw. 20 und 60 bzw. 65 Jahren.

Die Abgrenzung richtet sich entweder nach dem verfügbaren Datenangebot (z.B. bei langfristigen oder internationalen Vergleichen) oder nach inhaltlichen Kriterien (z.B. bei der Festlegung unterschiedlicher Renteneintrittsgrenzen). Diese Altersgrenze stellt keine tatsächliche Abgrenzung von Nichterwerbsbevölkerung und Erwerbsbevölkerung dar, weil gerade bei historischen oder internationalen Vergleichen der Eintritt in bzw. das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben in sehr unterschiedlichem Alter erfolgen kann bzw. die tatsächliche Erwerbstätigkeit auch von anderen Faktoren als dem erwerbsfähigen Alter abhängt. Insofern ist der Gesamtquotient eine Rechengröße zur Abschätzung potenzieller Abhängigkeit der jüngeren und älteren – im Wesentlichen noch nicht bzw. nicht mehr erwerbstätigen – Bevölkerungsgruppe von der Bevölkerung im potenziell erwerbsfähigen Alter.

Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Geschlechtstypische Berufe

Bei den geschlechtstypischen Berufen unterscheidet man Frauen-, Männer- und Mischberufe. Zur Messung der Geschlechtstypik des höchsten Ausbildungsabschlusses wird der Frauenanteil im ausgeübten Beruf auf Basis des Mikrozensus 2011 ermittelt und auf der Ebene der Berufsordnung an den erlernten Beruf in der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 hinzugespielt. Frauenberufe sind definiert als Berufe mit einem Frauenanteil von mindestens 70 Prozent. Bei einem Männeranteil von mindestens 70 Prozent wird von einem Männerberuf gesprochen. Mischberufe liegen mit einem Frauenanteil von über 30 Prozent und unter 70 Prozent dazwischen.

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

Grundsicherung

Seit dem 1.1.2005 werden nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende an erwerbsfähige Leistungsberechtigte erbracht. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende ist ein steuerfinanziertes Fürsorgesystem, das für erwerbsfähige Leistungsberechtigte vorrangig Leistungen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt. Daneben haben erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die trotz intensiver Bemühungen keinen Arbeitsplatz finden können oder mit ihrer Erwerbstätigkeit ein nicht bedarfsdeckendes Einkommen erzielen, Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Arbeitslosengeld II, das auch als ergänzende (umgangssprachlich: aufstockende) Leistung zum Einkommen zu gewähren ist.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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