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Psychische Arbeitsanforderungen

Geschäftsmann, der sich vor Erschöpfung am Schreibtisch den Kopf mit beiden Händen stützt (Quelle: Wavebreakmedia/iStock) Quelle: Wavebreakmedia/iStock

Entwicklungen in der Arbeitswelt wie zunehmender Wettbewerb und Personalmangel lassen immer öfter Arbeitsbedingungen entstehen, die für Beschäftigte vielfach besonders herausfordernd sind. Eine Folge ist die Zunahme arbeitsbedingter psychischer Belastungen in den letzten Jahren.

Psychische Arbeitsanforderungen können zu Über- oder Unterforderung führen
Beschäftigte können unterschiedlichen psychischen Arbeitsanforderungen ausgesetzt sein. Diese können den Arbeitsinhalt, Arbeitsumfang oder die Arbeitsorganisation betreffen. Dazu zählen u. a. stark strukturierte Arbeitsabläufe, ein vorgegebenes Leistungs- und Zeitpensum oder sich ständig wiederholende Tätigkeiten. Damit verbundene fehlende Abwechslung bei der Arbeit oder unzureichende Berücksichtigung individueller Eigenschaften des Arbeitnehmers bei Leistungsvorgaben können Beschäftigte unter- oder überfordern. Letzteres kann ebenso der Fall sein, wenn nicht erlernte Fertigkeiten verlangt werden oder man mit neuen Aufgaben konfrontiert wird.

Achtung vor negativer Wirkungsspirale
Arbeitsbedingungen wie häufig vorkommender starker Termin- und Leistungsdruck können auch andere ungünstige Anforderungen wie schnelles Arbeiten und Multitasking nach sich ziehen. Das wiederum kann dazu führen, dass Beschäftigte an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten, was nicht nur die Fehleranfälligkeit erhöht, sondern auch gesundheitliche Folgen hat. Darüber hinaus können Unterbrechungen bei der Arbeit störend wirken und bei hoher Auftretenshäufigkeit psychisch belastend wirken. Wie sehr der Arbeitsalltag der Beschäftigten in Deutschland von solchen Anforderungen geprägt ist, zeigen nachfolgende Ergebnisse aus der aktuellen BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung.

Psychische Anforderungen bei der Arbeit

Beschäftigte nach Alter 2012

Die Beschäftigten wurden gefragt, wie oft psychische Anforderungen bei der Arbeitstätigkeit vorkommen. Hierzu zählen z. B. Termin- und Leistungsdruck. Bei häufigen Arbeitsanforderungen wurde erfasst, ob diese von den Beschäftigten als belastend erlebt werden.

Monotone Aufgaben, d. h. ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge, werden von gut der Hälfte der Beschäftigten und von den hier betrachteten fünf Arbeitsanforderungen somit am häufigsten genannt. Die Häufigkeit des Auftretens nimmt mit dem Alter sogar noch zu (15-34 Jahre: 47 %, 35-49 Jahre: 49 %, 50-64 Jahre: 53 %). Die Anforderungen "vorgegebene Stückzahl, Leistung oder Zeit" (15-34 Jahre: 32 %, 35-49 Jahre: 31 %, 50-64 Jahre: 28 %) sowie "Konfrontation mit neuen Aufgaben" (15-34 Jahre: 41 %, 35-49 Jahre: 40 %, 50-64 Jahre: 35 %) werden mit zunehmendem Alter seltener berichtet. Am seltensten wird von den Beschäftigten nicht Erlerntes/Beherrschtes abverlangt (8 %) und das unabhängig vom Alter.

Am meisten fühlen sich die Beschäftigten von einer vorgegebenen Stückzahl, Leistung oder Zeit belastet (15-34 Jahre: 13 %, 35-49 Jahre: 16 %, 50-64 Jahre: 14 %). Fast jeder Zehnte empfindet eine Belastung, wenn nicht Erlerntes/Beherrschtes abverlangt wird, sich Arbeitsvorgänge ständig wiederholen oder die Arbeitsdurchführung in allen Einzelheiten vorgeschrieben ist. Die Jüngeren fühlen sich durch letztere Arbeitsanforderung nur selten belastet (6 %). Am geringsten ist die Belastung durch die Konfrontation mit neuen Aufgaben (15-34 Jahre: 5 %, 35-49 Jahre: 7 %, 50-64 Jahre: 8 %).

Gestapeltes Balkendiagramm, das das häufige Vorkommen psychischer Arbeitsanforderungen bei Beschäftigten nach Alter 2012 zeigt. Wird im Text erläutert. Psychische Arbeitsanforderungen bei Beschäftigten nach Alter 2012 Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Die Abfrage weiterer Arbeitsanforderungen hat ergeben, dass Multitasking, d. h. verschiedene Arbeiten gleichzeitig betreuen, und starker Termin- und Leistungsdruck am häufigsten vorkommen. Die Beschäftigten mittleren Alters sind hier die Spitzenreiter (60 % und 53 %). Störungen/Unterbrechungen bei der Arbeit (15-34 Jahre, 35-49 Jahre: 46 %) und sehr schnelles Arbeiten (15-34 Jahre, 35-49 Jahre: 40 %) werden am meisten von den Beschäftigten jüngeren und mittleren Alters berichtet. Mit steigendem Alter arbeiten Beschäftigte immer öfter an der Grenze der Leistungsfähigkeit (15-34 Jahre: 13 %, 35-49 Jahre: 17 %, 50-64 Jahre: 18 %). Kleine Fehler, die bei der Arbeit zu großen finanziellen Verlusten führen können, treten mit dem Alter seltener auf (15-34 Jahre: 21 %, 35-49 Jahre: 17 %, 50-64 Jahre: 12 %).

Die erlebte Belastung ist am größten durch starken Termin- und Leistungsdruck und steigt ab dem mittleren Alter an (15-34 Jahre: 29 %, 35-49 Jahre: 36 %, 50-64 Jahre: 35 %). Auch durch häufige Störungen und Unterbrechungen fühlen sich Beschäftigte oft belastet, am meisten die mittleren Alters (28 %). Diese Altersgruppe fühlt sich ebenfalls durch schnelles Arbeiten (20 %), Multitasking (19 %) und durch kleine Fehler, die zu großen finanziellen Verlusten führen (8 %), häufiger belastet als die Jüngeren und Älteren.

Datentabellen:
Psychische Anforderungen bei der Arbeit (1): Beschäftigte nach Alter 2012 (xls, 42KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Psychische Anforderungen bei der Arbeit (2): Beschäftigte nach Alter 2012 (xls, 42KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Vollzeitbeschäftigte nach Geschlecht und Alter 2012

Dargestellt ist, wie oft vollzeitbeschäftigte Frauen und Männer psychische Anforderungen bei der Arbeitstätigkeit angeben. Bei häufig auftretenden Arbeitsanforderungen wurde erfasst, ob diese für die Beschäftigten als belastend erlebt werden.

Von den hier betrachteten fünf Arbeitsanforderungen kommen monotone Aufgaben, d. h. ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge, sowohl bei Frauen als auch bei Männern am häufigsten vor. Bei Frauen sind monotone Arbeitsaufgaben sogar noch etwas öfter an der Tagesordnung. Die Monotonie nimmt mit steigendem Alter der Beschäftigten zu (Frauen: 15-34 Jahre: 49 %, 35-49 Jahre: 54 %, 50-64 Jahre: 55 %; Männer: 15-34 Jahre: 41 %, 35-49 Jahre: 44 %, 50-64 Jahre: 48 %). Mit neuen Aufgaben konfrontiert zu werden, ist ebenfalls oft verbreitet und betrifft Männer häufiger als Frauen (Frauen: 15-34 Jahre: 39 %, 35-49 Jahre: 38 %, 50-64 Jahre: 36 %; Männer: 15-34 Jahre: 46 %, 35-49 Jahre: 46 %, 50-64 Jahre: 40 %). Für beide Geschlechter nimmt die Häufigkeit mit dem Alter ab. Eine in allen Einzelheiten vorgeschriebene Arbeitsdurchführung tritt bei Männern und Frauen etwa gleich oft auf. Am häufigsten betroffen sind Frauen (30 %) und Männer (28 %) im mittleren Alter. Jüngere Männer sehen sich häufiger mit einer vorgegebenen Stückzahl, Leistung oder Zeit konfrontiert (36 %) als jüngere Frauen (28 %). Die wahrgenommene Belastung ist am größten durch eine vorgegebene Stückzahl, Leistung oder Zeit. Frauen (17 %) und Männer (16 %) mittleren Alters sind hier die Spitzenreiter.

Die Abfrage weiterer Arbeitsanforderungen hat ergeben, dass Multitasking, d. h. verschiedene Arbeiten gleichzeitig zu betreuen, Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit und sehr schnelles Arbeiten von Frauen häufiger berichtet werden als von Männern. Multitasking ist insgesamt am meisten verbreitet (Frauen: 15-34 Jahre: 68 %, 35-49 Jahre: 69 %, 50-64 Jahre: 66 %; Männer: 15-34 Jahre: 54 %, 35-49 Jahre: 59 %, 50-64 Jahre: 57 %). Ältere fühlen sich bei der Arbeit seltener gestört (Frauen: 51 %, Männer: 40 %) als die Jüngeren (Frauen: 55 %, Männer: 45 %). Hinsichtlich des Arbeitens an der Grenze der Leistungsfähigkeit gibt es sowohl einen Geschlechter- als auch einen Altersunterschied: Jüngere Beschäftigte (14 %) berichten dies seltener als die mittleren und höheren Alters. Bei den Beschäftigten mittleren und höheren Alters sind Frauen häufiger betroffen (35-49 Jahre/50-64 Jahre: 23 %) als Männer (35-49 Jahre: 17 %, 50-64 Jahre: 18 %). Kleine Fehler, die zu großen finanziellen Verlusten führen können, kommen mit dem Alter seltener vor. Darüber hinaus berichten dies Männer (15-34 Jahre: 27 %, 35-49 Jahre: 23 %, 50-64 Jahre: 17 %) öfter als Frauen (15-34 Jahre: 16 %, 35-49 Jahre: 12 %, 50-64 Jahre: 7 %). Bei beiden Geschlechtern steigt die empfundene Belastung durch häufige Arbeitsanforderungen ab dem mittleren Alter größtenteils an.

Datentabellen:
Psychische Anforderungen bei der Arbeit (1): Vollzeitbeschäftigte nach Geschlecht und Alter 2012 (xls, 43KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Psychische Anforderungen bei der Arbeit (2): Vollzeitbeschäftigte nach Geschlecht und Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Weibliche Beschäftigte nach Arbeitszeit und Alter 2012

Wie oft psychische Anforderungen bei der Arbeitstätigkeit auftreten, wird vergleichend für weibliche Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte dargestellt. Bei häufig auftretenden Anforderungen wird die empfundene Belastung erhoben. Von den hier betrachteten fünf Arbeitsanforderungen kommen monotone Aufgaben, d. h. ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge, am häufigsten vor. Bei Frauen in Teilzeit (15-34 Jahre: 57 %, 35-49 Jahre: 56 %, 50-64 Jahre: 64 %) sind monotone Arbeitsaufgaben sogar noch häufiger vertreten als bei Vollzeittätigen (15-34 Jahre: 49 %, 35-49 Jahre: 54 %, 50-64 Jahre: 55 %). Monotonie kommt bei den älteren Teilzeitarbeitenden mit Abstand am meisten vor. Weibliche Vollzeitbeschäftigte (15-34 Jahre: 39 %, 35-49 Jahre: 38 %, 50-64 Jahre: 36 %) werden öfter mit neuen Aufgaben konfrontiert als ihre Teilzeitkolleginnen (15-34 Jahre: 30 %, 35-49 Jahre: 28 %, 50-64 Jahre: 24 %). Nur bei letzteren nimmt die Häufigkeit neuer Aufgaben mit dem Alter erkennbar ab. Die Arbeitsbedingungen "vorgegebene Stückzahl, Leistung oder Zeit" sowie eine "in allen Einzelheiten vorgeschriebene Arbeitsdurchführung" kommen bei den jüngeren Teilzeitbeschäftigten (30 % und 28 %) am häufigsten vor und nehmen mit steigendem Alter ab. Bei den Frauen in Vollzeit ist die mittlere Altersgruppe am häufigsten von beiden Anforderungen betroffen (jeweils 30 %). Hinsichtlich der wahrgenommenen Belastung fällt auf, dass die vollzeittätigen Frauen die verschiedenen häufigen Anforderungen tendenziell öfter als belastend empfinden.

Die Abfrage weiterer Arbeitsanforderungen hat ergeben, dass weibliche Vollzeittätige häufiger von starkem Termin- und Leistungsdruck, Multitasking (d. h. verschiedene Arbeiten gleichzeitig betreuen), Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit und sehr schnellem Arbeiten betroffen sind als Teilzeittätige. Multitasking ist für Frauen beider Arbeitszeitmodelle die häufigste Anforderung (Vollzeit: 15-34 Jahre: 68 %, 35-49 Jahre: 69 %, 50-64 Jahre: 66 %). In der Teilzeitarbeit ist auffällig, dass Multitasking mit steigendem Alter abnimmt (15-34 Jahre: 58 %, 35-49 Jahre: 53 %, 50-64 Jahre: 48 %). Auch sehr schnelles Arbeiten kommt bei weiblichen Teilzeittätigen mittleren und höheren Alters seltener vor (15-34 Jahre: 44 %, 35-49 Jahre: 36 %, 50-64 Jahre: 36 %). Bei vollzeittätigen Frauen ist ein umgekehrtes Bild der Fall: Von starkem Termin- und Leistungsdruck (15-34 Jahre: 51 %, 35-49 Jahre: 58 %, 50-64 Jahre: 58 %) und vom Arbeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit (15-34 Jahre: 14 %, 35-49 Jahre: 23 %, 50-64 Jahre: 23 %) sind jüngere Beschäftigte mit Abstand seltener betroffen als die mittleren und höheren Alters. Frauen in Vollzeit fühlen sich generell häufiger belastet. Dies macht sich bei starkem Termin- und Leistungsdruck am meisten bemerkbar (15-34 Jahre: 32 %, 35-49 Jahre: 41 %, 50-64 Jahre: 42 %).

Datentabellen:
Psychische Anforderungen bei der Arbeit (1): Weibliche Beschäftigte nach Arbeitszeit und Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Psychische Anforderungen bei der Arbeit (2): Weibliche Beschäftigte nach Arbeitszeit und Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)


Über-/Unterforderung bei der Arbeit

Beschäftigte nach Alter 2012

Die Beschäftigten wurden nach Anforderungen an die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum (quantitative Anforderungen) sowie nach Anforderungen an fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten (qualitative Anforderungen) gefragt. Die Mehrheit der Beschäftigten fühlt sich altersübergreifend in der Regel den Anforderungen gewachsen – sowohl bei quantitativen (15-34 Jahre: 75 %, 35-49 Jahre: 76 %, 50-64 Jahre: 77 %) als auch bei qualitativen Anforderungen. Der Anteil bei Letzteren ist sogar noch höher und steigt mit zunehmendem Alter deutlicher an (15-34 Jahre: 79 %, 35-49 Jahre: 83 %, 50-64 Jahre: 86 %).

Die erlebte Überforderung durch Anforderungen an die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum (15-34 Jahre: 17 %, 35-49 Jahre: 19 %, 50-64 Jahre: 19 %) ist fast viermal so hoch wie durch Anforderungen an fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten (15-34 Jahre: 4 %, 35-49 Jahre: 5 %, 50-64 Jahre: 4 %). Bei der erlebten Unterforderung ergibt sich das umgekehrte Bild. Diese ist bei qualitativen Anforderungen (15-34 Jahre: 17 %, 35-49 Jahre: 12 %, 50-64 Jahre: 10 %) höher als bei quantitativen Anforderungen (15-34 Jahre: 8 %, 35-49 Jahre: 5 %, 50-64 Jahre: 4 %). Jüngere Beschäftigte fühlen sich zunehmend häufiger unterfordert als Beschäftigte höheren Alters.

Datentabelle:
Bewältigung von quantitativen und qualitativen Anforderungen: Beschäftigte nach Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Beschäftigte nach Arbeitszeit, Geschlecht und Alter 2012


1. Qualitative Anforderungen

Die Beschäftigten wurden nach Anforderungen an fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten (qualitative Anforderungen) gefragt. Hierbei werden Männer in Vollzeit, Frauen in Vollzeit und Frauen in Teilzeit miteinander verglichen. Die Mehrheit der Beschäftigten fühlt sich den Anforderungen in der Regel gewachsen (um die 80 % und mehr). Auffällig ist, dass ältere Beschäftigte sich zunehmend öfter den Anforderungen gewachsen fühlen als die Jüngeren. Dies gilt sowohl für Frauen in Teilzeit (15-34 Jahre: 76 %, 35-49 Jahre: 81 %, 50-64 Jahre: 84 %), für Frauen in Vollzeit (15-34 Jahre: 81 %, 35-49 Jahre: 84 %, 50-64 Jahre: 87 %) als auch für Männer in Vollzeit (15-34 Jahre: 80 %, 35-49 Jahre: 84 %, 50-64 Jahre: 87 %).

Von der qualitativen Unterforderung sind jüngere Beschäftigte am meisten betroffen. Diese nimmt bei beiden Geschlechtern mit steigendem Alter ab. Mit einem Anteil von 16 % fühlen sich 35- bis 49-jährige Frauen in Teilzeit und 15- bis 34-jährige Männer in Vollzeit am meisten fachlich unterfordert. Für vollzeitbeschäftigte Frauen höheren Alters trifft dies am seltensten zu (9%). Eine qualitative Überforderung kommt mit rund 5 % und weniger bei Frauen in Teil- und Vollzeit sowie bei Männern in Vollzeit am seltensten vor. Männer in Teilzeit wurden aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht ausgewertet.

Datentabelle:
Bewältigung von qualitativen Anforderungen: Beschäftigte nach Arbeitszeit, Geschlecht und Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)


2. Quantitative Anforderungen

Die Beschäftigten wurden nach Anforderungen an die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum (quantitative Anforderungen) gefragt. Es werden Männer in Vollzeit, Frauen in Vollzeit und Frauen in Teilzeit miteinander verglichen. Die große Mehrheit der Beschäftigten fühlt sich den Anforderungen in der Regel gewachsen (über 70 %). Lediglich bei Männern in Vollzeit ist eine Zunahme des Anteils mit steigendem Alter zu verzeichnen. Insgesamt fühlen sich die 50- bis 64-jährigen männlichen Vollzeitbeschäftigten am häufigsten den quantitativen Anforderungen gewachsen (80 %). Bei den vollzeitarbeitenden Frauen mittleren und höheren Alters liegt dieser Anteil bei 71 %.

Eine Überforderung durch Anforderungen an die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum empfinden Frauen in Vollzeitarbeit öfter als Frauen in Teilzeit oder Männer in Vollzeit. Weiterhin wird deutlich, dass die Überforderung bei weiblichen Vollzeittätigen mittleren Alters (26 %) am größten ist im Vergleich zu den Jüngeren (20 %). Am seltensten fühlen sich 15- bis 34-jährige Frauen in Teilzeit quantitativ überfordert (13 %). Dafür ist in dieser Altersgruppe die Unterforderung durch die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum am größten (9 %) im Vergleich zu Beschäftigten mittleren und höheren Alters. Eine quantitative Unterforderung ist mit bis zu 9,4 % bei weiblichen und männlichen Beschäftigten insgesamt am wenigsten verbreitet. Männer in Teilzeit wurden aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht ausgewertet.

Datentabelle:
Bewältigung von quantitativen Anforderungen: Beschäftigte nach Arbeitszeit, Geschlecht und Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen und Alter 2012


1. Qualitative Anforderungen

Die Beschäftigten wurden nach Anforderungen an fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten (qualitative Anforderungen) gefragt. Hierbei werden Beschäftigte aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen wie Öffentlicher Dienst, Industrie/Handwerk und Dienstleistung, miteinander verglichen. Die große Mehrheit der Befragten fühlt sich den Anforderungen in der Regel gewachsen (74 % und mehr). Die 50- bis 64-Jährigen im Öffentlichen Dienst sind hier die Spitzenreiter (88 %). Am geringsten ist der Anteil mit 74 % bei den Jüngeren im Dienstleistungsbereich. Darüber hinaus ist bei allen Wirtschaftsbereichen eine leichte Häufigkeitszunahme der Anforderungen an fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Alter auszumachen.

Eine qualitative Unterforderung ist mit bis zu 20 % am zweithäufigsten verbreitet. Die 15- bis 34-Jährigen im Dienstleistungsbereich fühlen sich am meisten durch Anforderungen an fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten unterfordert (20 %). Der kleinste Anteil an unterforderten Beschäftigten findet sich in der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen im Öffentlichen Dienst wider (8 %). Eine qualitative Überforderung kommt mit 5,1 % und weniger in allen Wirtschaftsbereichen am seltensten vor.

Datentabelle:
Bewältigung von qualitativen Anforderungen: Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen und Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)


2. Quantitative Anforderungen

Die Beschäftigten wurden nach Anforderungen an die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum (quantitative Anforderungen) gefragt. Verglichen werden hierbei Beschäftigte aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen wie Öffentlicher Dienst, Industrie/Handwerk und Dienstleistung. Der Großteil der Befragten fühlt sich den Anforderungen in der Regel gewachsen (über 70 %). Am häufigsten trifft dies auf Beschäftigte in Industrie und Handwerk (15-34 Jahre: 77 %, 35-49 Jahre: 80 %, 50-64 Jahre: 80 %) und am seltensten im Öffentlichen Dienst (15-34 Jahre: 71 %, 35-49 Jahre: 72 %, 50-64 Jahre: 74 %) zu.

Eine Überforderung durch Anforderungen an die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum ist mit bis zu 24 % am zweithäufigsten verbreitet. Die 35- bis 49-jährigen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sind am meisten betroffen. Am seltensten berichten Beschäftigte jüngeren Alters im industriellen bzw. handwerklichen Bereich von einer Überforderung (16 %). Eine quantitative Unterforderung hingegen liegt kaum vor. Beschäftigte mittleren und höheren Alters in Industrie und Handwerk sowie im öffentlichen Dienst fühlen sich äußerst selten unterfordert (4 %). Ähnlich sieht es bei den Älteren im Dienstleistungsbereich aus. Am größten ist die wahrgenommene Unterforderung durch Anforderungen an die Arbeitsmenge bzw. das Arbeitspensum bei 15- bis 34-Jährigen im Öffentlichen Dienst. Hier ist es jeder Zehnte.

Datentabelle:
Bewältigung von quantitativen Anforderungen: Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen und Alter 2012 (xls, 44KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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