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Weiterbildung

Junge Menschen in Stuhlreihen sitzend, die einem Mann am Rednerpult zuhören (Quelle: BraunS/iStock) Quelle: BraunS/iStock

Eine sich schnell wandelnde und globalisierte Arbeitswelt bringt es mit sich, dass Betriebe wie Beschäftigte sich auf dem neuesten Stand halten müssen. Weil künftig länger gearbeitet werden muss, wird Weiterbildung zunehmend auch ältere Erwerbstätige miteinschließen.

Die beruflichen Anforderungen in der Arbeitswelt verändern sich immer schneller. Mit der zunehmenden Komplexität der Arbeitsanforderungen und der abnehmenden Halbwertszeit des Wissens steigt die Notwendigkeit, berufliches Wissen kontinuierlich zu aktualisieren und lebenslang zu lernen.

Demografischer Wandel erhöht Notwendigkeit lebenslangen Lernens
Steigende berufliche Anforderungen in der Arbeitswelt sowie die Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft und der Arbeitsmärkte erfordern eine hohe Weiterbildungsbereitschaft vonseiten der Individuen als auch von Seiten der Betriebe. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Erwerbsgesellschaft und eines möglichen Fachkräftemangels stellt sich z.B. die Frage, in welchem Maße sich Ältere an beruflicher Weiterbildung beteiligen und ob bestehende soziale Ungleichheiten von nicht formal Qualifizierten beim Zugang zu Weiterbildung abgebaut und zusätzliche Fachkräfte aktiviert werden können.

Weiterbildungsbeteiligung von Betrieben

nach Betriebsgröße 2010 - 2013

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und steigender Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen gewinnt betriebliche Weiterbildung immer mehr an Bedeutung. Im internationalen Vergleich bleiben deutsche Betriebe bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter allerdings hinter den Erwartungen zurück. Betriebliche Weiterbildung müsste aber ein zunehmend wichtigeres Instrument zur Absicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zur Deckung des Qualifizierungsbedarfs von Betrieben sein. Auswertungen einer jährlich stattfindenden Betriebsbefragung zeigen jedoch, dass sich Betriebe trotz Probleme bei der Stellenbesetzung keineswegs verstärkt an der Weiterbildung ihrer Beschäftigten beteiligen (vgl. Mohr 2015, Mohr/Troltsch/Gerhards 2013, Gerhards/Mohr/Troltsch 2012).

Im Jahr 2013 haben in mehr als zwei Drittel der Betriebe in Deutschland (69,8 %) Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigten stattgefunden, die der Betrieb durch Kostenübernahme oder Freistellung ganz oder teilweise gefördert hat. Zu den erfassten Weiterbildungsmaßen zählt die Teilnahme an Kursen, Lehrgängen oder Seminaren sowie an nichtkursförmiger Weiterbildung wie das informelle Lernen am Arbeitsplatz. In den Jahren 2011 und 2012 lag die Weiterbildungsbeteiligung mit 72,3 % bzw. 70,0 % auf einem vergleichbar hohen Niveau. Deutlich niedriger fiel sie 2010 mit 57,3 % aus.

Die Weiterbildungsbeteiligung nimmt mit der Betriebsgröße zu. Während in Betrieben mit 20 und mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten die Beteiligung über 90 % – und im Falle der Großbetriebe sogar fast 100 % – beträgt, haben von den Kleinbetrieben mit höchstens 19 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nur etwa zwei Drittel Weiterbildungsmaßnahmen gefördert (2013: 66,8 %). Dieses Ergebnis ist jedoch vor dem Hintergrund zu interpretieren, dass der Indikator lediglich misst, ob wenigstens ein Beschäftigter an betrieblich geförderten Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen hat. Naturgemäß steigt diese Wahrscheinlichkeit mit steigender Beschäftigtenzahl und fällt daher bei Kleinbetrieben geringer aus.

Datentabelle:
Weiterbildungsbeteiligung von Betrieben nach Betriebsgröße (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2013

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und steigender Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen gewinnt betriebliche Weiterbildung immer mehr an Bedeutung. Im internationalen Vergleich bleiben deutsche Betriebe bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter allerdings hinter den Erwartungen zurück. Betriebliche Weiterbildung müsste aber ein zunehmend wichtigeres Instrument zur Absicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zur Deckung des Qualifizierungsbedarfs von Betrieben sein. Auswertungen einer jährlich stattfindenden Betriebsbefragung zeigen jedoch, dass sich Betriebe trotz Probleme bei der Stellenbesetzung keineswegs verstärkt an der Weiterbildung ihrer Beschäftigten beteiligen (vgl. Mohr 2015, Mohr/Troltsch/Gerhards 2013, Gerhards/Mohr/Troltsch 2012).

Im Jahr 2013 haben in mehr als zwei Drittel der Betriebe in Deutschland (69,8 %) Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigten stattgefunden, die der Betrieb durch Kostenübernahme oder Freistellung ganz oder teilweise gefördert hat. Zu den erfassten Weiterbildungsmaßen zählt die Teilnahme an Kursen, Lehrgängen oder Seminaren sowie an nichtkursförmiger Weiterbildung wie das informelle Lernen am Arbeitsplatz. In den Jahren 2011 und 2012 lag die Weiterbildungsbeteiligung mit 72,3 % bzw. 70,0 % auf einem vergleichbar hohen Niveau. Deutlich niedriger fiel sie 2010 mit 57,3 % aus.

Die Beteiligung an Weiterbildung unterscheidet sich nach der Wirtschaftszweigzugehörigkeit. Mit 98,3 % haben nahezu alle medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungsbetriebe Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Beschäftigten gefördert. Auch Betriebe des öffentlichen Dienstes sowie aus dem Bereich Erziehung/Unterricht weisen eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung auf (81,9 %). Bei Betrieben des Wirtschaftszweigs "persönliche Dienstleistung" lag sie dagegen nur bei 53,3 %. Eine vergleichsweise geringere Weiterbildungsbeteiligung zeigt sich zudem für Betriebe aus den Bereichen Land- Forstwirtschaft, Bergbau, Energie (63,7 %) sowie der Bauwirtschaft (63,6 %). Im Zeitverlauf zeigen sich ähnliche Strukturen. Aufgrund einer anderen Wirtschaftszweigeinteilung ist der Vergleich allerdings nur eingeschränkt möglich.

Datentabelle:
Weiterbildungsbeteiligung von Betrieben nach Wirtschaftszweigen 2013 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Weiterbildungsbeteiligung von Betrieben nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2012 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

in West- und Ostdeutschland 2010 - 2013

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und steigender Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen gewinnt betriebliche Weiterbildung immer mehr an Bedeutung. Im internationalen Vergleich bleiben deutsche Betriebe bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter allerdings hinter den Erwartungen zurück. Betriebliche Weiterbildung müsste aber ein zunehmend wichtigeres Instrument zur Absicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zur Deckung des Qualifizierungsbedarfs von Betrieben sein. Auswertungen einer jährlich stattfindenden Betriebsbefragung zeigen jedoch, dass sich Betriebe trotz Probleme bei der Stellenbesetzung keineswegs verstärkt an der Weiterbildung ihrer Beschäftigten beteiligen (vgl. Mohr 2015, Mohr/Troltsch/Gerhards 2013, Gerhards/Mohr/Troltsch 2012).

Im Jahr 2013 haben in mehr als zwei Drittel der Betriebe in Deutschland (69,8 %) Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigten stattgefunden, die der Betrieb durch Kostenübernahme oder Freistellung ganz oder teilweise gefördert hat. Zu den erfassten Weiterbildungsmaßen zählt die Teilnahme an Kursen, Lehrgängen oder Seminaren sowie an nichtkursförmiger Weiterbildung wie das informelle Lernen am Arbeitsplatz. In den Jahren 2011 und 2012 lag die Weiterbildungsbeteiligung mit 72,3 % bzw. 70,0 % auf einem vergleichbar hohen Niveau. Deutlich niedriger fiel sie 2010 mit 57,3 % aus.

Im Jahr 2013 lag der Anteil der Betriebe mit Weiterbildungsbeteiligung im Osten Deutschlands mit 73,3 % um rund fünf Prozentpunkte höher als im Westen (68,9 %). Die Ergebnisse für die Jahre 2011 und 2012 verweisen ebenfalls auf eine höhere Weiterbildungsbeteiligung der Betriebe im Osten. Für das Jahr 2010 lässt sich dagegen für die Betriebe im Westen Deutschlands mit 57,9 % eine leicht höhere Weiterbildungsbeteiligung aufweisen als für ostdeutsche Betriebe (55,3 %).

Datentabelle:
Weiterbildungsbeteiligung von Betrieben in West- und Ostdeutschland (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)


Beteiligung von Betrieben an informeller Weiterbildung

nach Betriebsgröße 2010 - 2013

Informelle Weiterbildung wird der Europäischen Kommission (2001) zufolge als Lernen bezeichnet, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfinden kann. Es wird im Vergleich zu formeller Weiterbildung als unstrukturiert und nichtintentional charakterisiert. Neben internen und externen Kursen zur Fort- und Weiterbildung gibt es sogenannte selbstgesteuerte Formen der Fort- und Weiterbildung. Hierzu zählen Maßnahmen wie die Weiterbildung am Arbeitsplatz über Unterweisungen oder reguläre Einarbeitung, die Teilnahme an Qualitätszirkeln oder Informationsveranstaltungen sowie selbstgesteuertes Lernen mit speziellen Programmen. Im Rahmen des BIBB-Qualifizierungspanels werden Betriebe jährlich gefragt, ob sie für derartige inner- oder außerbetriebliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen Beschäftigte ganz oder teilweise freistellen bzw. die Kosten ganz oder teilweise übernehmen.

Im Jahr 2013 hat jeder zweite Betrieb in Deutschland (50,4 %) informelle Weiterbildungsmaßnahmen für mindestens einen Beschäftigten gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil um etwa fünf Prozentpunkte zurückgegangen. 2011 lag er dagegen mit 49,7 % auf einem vergleichbar hohen Niveau wie 2013.

Der Anteil der Betriebe mit informeller Weiterbildung nimmt mit der Betriebsgröße zu. Von den Kleinbetrieben mit bis zu 19 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat 2013 fast jeder zweite Betrieb (47,1 %) informelle Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Sowohl bei mittelständischen Betrieben als auch bei Großbetrieben lagen die Anteile dagegen deutlich höher (73,6 % bzw. 87,8 %). Dieses Ergebnis ist jedoch vor dem Hintergrund zu interpretieren, dass der Indikator lediglich misst, ob wenigstens ein Beschäftigter an betrieblich geförderten informellen Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen hat. Naturgemäß steigt diese Wahrscheinlichkeit mit steigender Beschäftigtenzahl und fällt daher bei Kleinbetrieben geringer aus.

Datentabelle:
Beteiligung von Betrieben an informeller Weiterbildung nach Betriebsgröße (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2013

Informelle Weiterbildung wird der Europäischen Kommission (2001) zufolge als Lernen bezeichnet, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfinden kann. Es wird im Vergleich zu formeller Weiterbildung als unstrukturiert und nichtintentional charakterisiert. Neben internen und externen Kursen zur Fort- und Weiterbildung gibt es sogenannte selbstgesteuerte Formen der Fort- und Weiterbildung. Hierzu zählen Maßnahmen wie die Weiterbildung am Arbeitsplatz über Unterweisungen oder reguläre Einarbeitung, die Teilnahme an Qualitätszirkeln oder Informationsveranstaltungen sowie selbstgesteuertes Lernen mit speziellen Programmen. Im Rahmen des BIBB-Qualifizierungspanels werden Betriebe jährlich gefragt, ob sie für derartige inner- oder außerbetriebliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen Beschäftigte ganz oder teilweise freistellen bzw. die Kosten ganz oder teilweise übernehmen.

Im Jahr 2013 hat jeder zweite Betrieb in Deutschland (50,4 %) informelle Weiterbildungsmaßnahmen für mindestens einen Beschäftigten gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil um etwa fünf Prozentpunkte zurückgegangen. 2011 lag er dagegen mit 49,7 % auf einem vergleichbar hohen Niveau wie 2013.

Die Beteiligung der Betriebe an informeller Weiterbildung unterscheidet sich nach der Wirtschaftszweigzugehörigkeit. Die höchsten Anteile weisen Betriebe aus dem Bereich medizinische oder pflegerische Dienstleistungen (68,6 %) sowie des verarbeitenden Gewerbes (59,4 %) auf. Bei Betrieben aus dem Wirtschaftssektor "Land- Forstwirtschaft, Bergbau, Energie" förderte dagegen nur etwas mehr als jeder dritte Betrieb (37,9 %) informelle Weiterbildungsmaßnahmen für seine Beschäftigten. Vergleichsweise gering ist die Beteiligung der Betriebe aus dem Bereich der persönlichen Dienstleistung (43,3 %). Die Vorjahresergebnisse weisen ähnliche Strukturen auf. Allerdings ist der Zeitvergleich aufgrund einer anderen Wirtschaftszweigeinteilung nur eingeschränkt möglich.

Datentabellen:
Beteiligung von Betrieben an informeller Weiterbildung nach Wirtschaftszweigen 2013 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Beteiligung von Betrieben an informeller Weiterbildung nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2012 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

in West- und Ostdeutschland 2010 - 2013

Informelle Weiterbildung wird der Europäischen Kommission (2001) zufolge als Lernen bezeichnet, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfinden kann. Es wird im Vergleich zu formeller Weiterbildung als unstrukturiert und nichtintentional charakterisiert. Neben internen und externen Kursen zur Fort- und Weiterbildung gibt es sogenannte selbstgesteuerte Formen der Fort- und Weiterbildung. Hierzu zählen Maßnahmen wie die Weiterbildung am Arbeitsplatz über Unterweisungen oder reguläre Einarbeitung, die Teilnahme an Qualitätszirkeln oder Informationsveranstaltungen sowie selbstgesteuertes Lernen mit speziellen Programmen. Im Rahmen des BIBB-Qualifizierungspanels werden Betriebe jährlich gefragt, ob sie für derartige inner- oder außerbetriebliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen Beschäftigte ganz oder teilweise freistellen bzw. die Kosten ganz oder teilweise übernehmen.

Liniendiagramm, das die Beteiligung von Betrieben an informeller Weiterbildung in West- und Ostdeutschland in den Jahren 2010-2013 zeigt. Wird im Text erläutert. Beteiligung von Betrieben an informeller Weiterbildung in West- und Ostdeutschland 2010-2013 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Im Jahr 2013 hat jeder zweite Betrieb in Deutschland (50,4 %) informelle Weiterbildungsmaßnahmen für mindestens einen Beschäftigten gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil um etwa fünf Prozentpunkte zurückgegangen. 2011 lag er dagegen mit 49,7 % auf einem vergleichbar hohen Niveau wie 2013.

Mit Ausnahme des Jahres 2010 ist die Beteiligung an informeller Weiterbildung in Betrieben im Osten Deutschlands stärker ausgeprägt als im Westen. Im Jahr 2013 lag der Anteil der Betriebe mit informeller Weiterbildung bei den Betrieben im Osten mit 57,5 % um fast 10 Prozentpunkte höher als in den Betrieben im Westen (48,5 %). Das Jahr zuvor lag der Wert im Ostdeutschland sogar bei 64,4 %.

Datentabelle:
Beteiligung von Betrieben an informeller Weiterbildung in West- und Ostdeutschland (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)


Beteiligung von Betrieben an formaler Weiterbildung

nach Betriebsgröße 2010 - 2013

Formale Weiterbildung findet üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung statt und ist in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung strukturiert und auf eine Zertifizierung des Erlernten angelegt. Im Rahmen des BIBB-Qualifizierungspanels werden Betriebe alljährlich gefragt, ob ihre Beschäftigten an derartigen formellen Weiterbildungsmaßnahmen in Form von internen oder externen Kursen, Seminaren oder Lehrgängen teilgenommen haben, die von ihrem Betrieb durch Freistellung oder Kostenübernahme ganz oder teilweise gefördert wurden.

Im Jahr 2013 war das in mehr als der Hälfte der Betriebe in Deutschland (57,6 %) der Fall. In den beiden Jahren davor lag der Anteil der Betriebe mit kursförmiger Weiterbildung mit 57,7 % bzw. 57,5 % auf einem vergleichbar hohen Niveau. Dagegen fiel dieser Anteil 2010 mit 45,7 % noch deutlich niedriger aus.

Die Weiterbildungsbeteiligung an Kursen nimmt mit der Betriebsgröße zu. Während in Betrieben mit 200 und mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten diese Form der Weiterbildungsbeteiligung in der Regel mehr als 90 % beträgt, hat von den Kleinbetrieben mit höchstens 19 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nur etwa jeder zweite Betrieb Weiterbildung in Form von Kursen gefördert (2013: 53,9 %). Dieses Ergebnis ist jedoch vor dem Hintergrund zu interpretieren, dass der Indikator lediglich misst, ob wenigstens ein Beschäftigter an betrieblich geförderten Weiterbildungskursen teilgenommen hat. Naturgemäß steigt diese Wahrscheinlichkeit mit steigender Beschäftigtenzahl und fällt daher bei Kleinbetrieben geringer aus.

Datentabelle:
Beteiligung von Betrieben an formaler Weiterbildung nach Betriebsgröße (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2013

Formale Weiterbildung findet üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung statt und ist in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung strukturiert und auf eine Zertifizierung des Erlernten angelegt. Im Rahmen des BIBB-Qualifizierungspanels werden Betriebe alljährlich gefragt, ob ihre Beschäftigten an derartigen formellen Weiterbildungsmaßnahmen in Form von internen oder externen Kursen, Seminaren oder Lehrgängen teilgenommen haben, die von ihrem Betrieb durch Freistellung oder Kostenübernahme ganz oder teilweise gefördert wurden.

Im Jahr 2013 war das in mehr als der Hälfte der Betriebe in Deutschland (57,6 %) der Fall. In den beiden Jahren davor lag der Anteil der Betriebe mit kursförmiger Weiterbildung mit 57,7 % bzw. 57,5 % auf einem vergleichbar hohen Niveau. Dagegen fiel dieser Anteil 2010 mit 45,7 % noch deutlich niedriger aus.

Die Beteiligung an kursförmiger Weiterbildung unterscheidet sich nach der Wirtschaftszweigzugehörigkeit. Mit 92,8 % haben medizinische oder pflegerische Dienstleistungsbetriebe am häufigsten Weiterbildungskurse ihrer Beschäftigten gefördert. Auch Betriebe des öffentlichen Dienstes sowie aus dem Bereich Erziehung/Unterricht weisen einen überdurchschnittlich hohen Weiterbildungsanteil auf (78,6 %). Bei Betrieben aus dem Wirtschaftszweig der überwiegend persönlichen Dienstleistung förderte dagegen nur etwas mehr als jeder dritte Betrieb (37,8 %) formale Weiterbildung. Eine vergleichsweise geringere Beteiligung an kursförmiger Weiterbildung zeigt sich für Betriebe aus den Bereichen Handel und Reparatur (50,9 %) sowie der Bauwirtschaft (50,5 %). Die Vorjahresergebnisse weisen ähnliche Strukturen auf. Allerdings ist der Zeitvergleich aufgrund einer anderen Wirtschaftszweigeinteilung nur eingeschränkt möglich.

Datentabellen:
Beteiligung von Betrieben an formaler Weiterbildung nach Wirtschaftszweigen 2013 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Beteiligung von Betrieben an formaler Weiterbildung nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2012 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

in West- und Ostdeutschland 2010 - 2013

Formale Weiterbildung findet üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung statt und ist in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung strukturiert und auf eine Zertifizierung des Erlernten angelegt. Im Rahmen des BIBB-Qualifizierungspanels werden Betriebe alljährlich gefragt, ob ihre Beschäftigten an derartigen formellen Weiterbildungsmaßnahmen in Form von internen oder externen Kursen, Seminaren oder Lehrgängen teilgenommen haben, die von ihrem Betrieb durch Freistellung oder Kostenübernahme ganz oder teilweise gefördert wurden.

Liniendiagramm, das die Beteiligung von Betrieben an formaler Weiterbildung in West- und Ostdeutschland in den Jahren 2010-2013 zeigt. Wird im Text erläutert. Beteiligung von Betrieben an formaler Weiterbildung in West- und Ostdeutschland 2010-2013 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Im Jahr 2013 war das in mehr als der Hälfte der Betriebe in Deutschland (57,6 %) der Fall. In den beiden Jahren davor lag der Anteil der Betriebe mit kursförmiger Weiterbildung mit 57,7 % bzw. 57,5 % auf einem vergleichbar hohen Niveau. Dagegen fiel dieser Anteil 2010 mit 45,7 % noch deutlich niedriger aus.

2013 lag der Anteil der Betriebe, die die Teilnahme ihrer Beschäftigten an Kursen, Lehrgängen oder Seminaren förderten, im Osten Deutschlands mit 60,7 % um rund vier Prozentpunkte höher als im Westen (56,8 %). Die Ergebnisse für die Jahre 2011 und 2012 verweisen bei den Betrieben im Osten ebenfalls auf eine höhere Beteiligung an formaler Weiterbildung. Für das Jahr 2010 lässt sich dagegen im Ost-West-Vergleich kein signifikanter Unterschied nachweisen.

Datentabelle:
Beteiligung von Betrieben an formaler Weiterbildung in West- und Ostdeutschland (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)


Weiterbildungsquote von Beschäftigten

nach Betriebsgröße 2010 - 2013

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und steigender Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen kommt der betrieblichen Weiterbildung eine zentrale Rolle bei der Deckung des betriebsspezifischen Qualifizierungsbedarfs zu. Wichtig für die Beurteilung des Engagements der Wirtschaft bei der Weiterbildung der Beschäftigten ist neben der betrieblichen Weiterbildungsbeteiligung die Weiterbildungsquote, definiert als Anzahl aller an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmenden Beschäftigten eines Betriebs und gemessen an der Gesamtzahl seiner Beschäftigten (vgl. Mohr/Troltsch/Gerhards 2015).

Mit der Weiterbildungsquote wird der Anteil der Teilnehmer an betrieblich geförderter Weiterbildung in Form von Kursen, Lehrgängen oder Seminaren an allen Beschäftigten angegeben. Im Jahr 2013 hat jeder dritte Beschäftigte (32,0 %) an mindestens einer betrieblich geförderten Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen. Trotz einer leichten Abschwächung gegenüber den Jahren 2011 und 2012 ist die Weiterbildungsquote damit seit drei Jahren relativ unverändert geblieben, nachdem sie im Jahr 2010 mit 24,6 % noch deutlich niedriger ausgefallen war.

Die Unterscheidung nach Betriebsgrößenklassen zeigt, dass die Teilnehmerquote bei den Beschäftigten in Großbetrieben mit 200 und mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten höher ausfällt als in Kleinbetrieben mit bis zu 19 Beschäftigten. Im Jahr 2013 betrug der Unterschied rund sieben Prozentpunkte (29,5 % gegenüber 36,3 %). Beschäftigte in Großbetrieben scheinen somit bessere Chancen auf betrieblich geförderte Weiterbildung zu haben. Der Unterschied spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Vorjahre wider. Allerdings verweisen die Ergebnisse für die beiden mittleren Betriebsgrößenklassen, dass es keinen durchgängigen linearen Zusammenhang zwischen Weiterbildungsquote und Betriebsgröße gibt. Im Jahr 2012 lag die Weiterbildungsquote in Kleinbetrieben mit 32,5 % über der Quote in mittelgroßen Betrieben mit 100 bis 199 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (30,9 %).

Datentabelle:
Weiterbildungsquote von Beschäftigten nach Betriebsgröße (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2013

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und steigender Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen kommt der betrieblichen Weiterbildung eine zentrale Rolle bei der Deckung des betriebsspezifischen Qualifizierungsbedarfs zu. Wichtig für die Beurteilung des Engagements der Wirtschaft bei der Weiterbildung der Beschäftigten ist neben der betrieblichen Weiterbildungsbeteiligung die Weiterbildungsquote, definiert als Anzahl aller an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmenden Beschäftigten eines Betriebs und gemessen an der Gesamtzahl seiner Beschäftigten (vgl. Mohr/Troltsch/Gerhards 2015).

Mit der Weiterbildungsquote wird der Anteil der Teilnehmer an betrieblich geförderter Weiterbildung in Form von Kursen, Lehrgängen oder Seminaren an allen Beschäftigten angegeben. Im Jahr 2013 hat jeder dritte Beschäftigte (32,0 %) an mindestens einer betrieblich geförderten Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen. Trotz einer leichten Abschwächung gegenüber den Jahren 2011 und 2012 ist die Weiterbildungsquote damit seit drei Jahren relativ unverändert geblieben, nachdem sie im Jahr 2010 mit 24,6 % noch deutlich niedriger ausgefallen war.

Die Weiterbildungsquote unterscheidet sich nach der Wirtschaftszweigzugehörigkeit. Mit 43,6 % hat im Jahr 2013 fast jeder zweite Beschäftigte in medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungsbetrieben an mindestens einem Weiterbildungskurs teilgenommen. Auch bei den Beschäftigten in Betrieben des öffentlichen Dienstes sowie aus dem Bereich Erziehung/Unterricht lässt sich ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Weiterbildungsteilnehmer (37,6 %) nachweisen. In Betrieben der Bauwirtschaft oder des Wirtschaftszweiges "persönliche Dienstleistung" nahm dagegen nur jeder vierte Beschäftigte im Jahr 2013 an einem betrieblich geförderten Weiterbildungskurs teil. Die Vorjahresergebnisse weisen teilweise ähnliche Strukturen auf. Allerdings ist der Zeitvergleich aufgrund einer anderen Wirtschaftszweigeinteilung nur eingeschränkt möglich.

Datentabellen:
Weiterbildungsquote von Beschäftigten nach Wirtschaftszweigen 2013 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Weiterbildungsquote von Beschäftigten nach Wirtschaftszweigen 2010 - 2012 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

nach Tätigkeitsniveau 2010 - 2013

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und steigender Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen kommt der betrieblichen Weiterbildung eine zentrale Rolle bei der Deckung des betriebsspezifischen Qualifizierungsbedarfs zu. Wichtig für die Beurteilung des Engagements der Wirtschaft bei der Weiterbildung der Beschäftigten ist neben der betrieblichen Weiterbildungsbeteiligung die Weiterbildungsquote, definiert als Anzahl aller an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmenden Beschäftigten eines Betriebs und gemessen an der Gesamtzahl seiner Beschäftigten (vgl. Mohr/Troltsch/Gerhards 2015).

Mit der Weiterbildungsquote wird der Anteil der Teilnehmer an betrieblich geförderter Weiterbildung in Form von Kursen, Lehrgängen oder Seminaren an allen Beschäftigten angegeben. Im Jahr 2013 hat jeder dritte Beschäftigte (32,0 %) an mindestens einer betrieblich geförderten Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen. Trotz einer leichten Abschwächung gegenüber den Jahren 2011 und 2012 ist die Weiterbildungsquote damit seit drei Jahren relativ unverändert geblieben, nachdem sie im Jahr 2010 mit 24,6 % noch deutlich niedriger ausgefallen war.

Große Differenzen bei der Weiterbildungsquote zeigen sich zwischen den Beschäftigtengruppen mit unterschiedlichen Tätigkeitsniveaus. Im Jahr 2013 lag die Weiterbildungsquote bei den Beschäftigten mit qualifizierten Tätigkeiten, für die in der Regel eine Berufsausbildung oder ein vergleichbarer Abschluss vorausgesetzt wird, bei 36,9 %. Etwas höher (39,6 %) war die Teilnahmequote bei Beschäftigten mit hochqualifizierten Tätigkeiten, die in der Regel über einen Hochschulabschluss oder eine Fortbildungsabschluss (z.B. Meister oder Techniker) verfügen. Im Gegensatz dazu nahm nur etwa jeder achte Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten (11,8 %), die keine spezielle Berufsausbildung erfordern, an einem betrieblich geförderten Weiterbildungskurs teil. Auch hier zeigen die Vorjahresergebnisse vergleichbare Niveauunterschiede zwischen den drei Beschäftigtengruppen.

Datentabelle:
Weiterbildungsquote von Beschäftigten nach Tätigkeitsniveau (xls, 40KB, Datei ist nicht barrierefrei)

in West- und Ostdeutschland 2010-2013

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und steigender Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen kommt der betrieblichen Weiterbildung eine zentrale Rolle bei der Deckung des betriebsspezifischen Qualifizierungsbedarfs zu. Wichtig für die Beurteilung des Engagements der Wirtschaft bei der Weiterbildung der Beschäftigten ist neben der betrieblichen Weiterbildungsbeteiligung die Weiterbildungsquote, definiert als Anzahl aller an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmenden Beschäftigten eines Betriebs und gemessen an der Gesamtzahl seiner Beschäftigten (vgl. Mohr/Troltsch/Gerhards 2015).

Mit der Weiterbildungsquote wird der Anteil der Teilnehmer an betrieblich geförderter Weiterbildung in Form von Kursen, Lehrgängen oder Seminaren an allen Beschäftigten angegeben. Im Jahr 2013 hat jeder dritte Beschäftigte (32,0 %) an mindestens einer betrieblich geförderten Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen. Trotz einer leichten Abschwächung gegenüber den Jahren 2011 und 2012 ist die Weiterbildungsquote damit seit drei Jahren relativ unverändert geblieben, nachdem sie im Jahr 2010 mit 24,6 % noch deutlich niedriger ausgefallen war.

Der Ost-West-Vergleich zeigt für alle Erhebungsjahre eine höhere Weiterbildungs-quote bei Beschäftigten, die in Betrieben in Ostdeutschland arbeiten. Mit 34,7 % (Ost) zu 31,4 % (West) fällt die Differenz in der Weiterbildungsquote im Jahr 2013 jedoch eher gering aus, zeigt sich aber in einer vergleichbaren Größenordnung auch für die Jahre 2010 bis 2012.

Datentabelle:
Weiterbildungsquote von Beschäftigten in West- und Ostdeutschland (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)


Teilnahme von Erwerbstätigen an beruflicher Weiterbildung

nach Alter im Zeitvergleich (2006, 2012)

Die hohen Teilnahmequoten an beruflicher Weiterbildung belegen die große Bedeutung des lebensbegleitenden Lernens in einer sich wandelnden Arbeitswelt.

Im Jahr 2012 haben rund sechs von zehn Erwerbstätigen im Alter von 15-65 Jahren (58,9 %) in den letzten zwei Jahren an Kursen und Lehrgängen der beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Darunter waren 14,3 %, die einen und 44,6 %, die mehrere Kurse besucht hatten. 2006 lag die Quote noch bei 57 %, wobei 13,3 % einen und 43,7 % mehrere Kurse besuchten. Die höchsten Steigerungsraten sind bei den unter 25-Jährigen (2006: 48,4 %, 2012: 54,0 %) und bei den 30- bis 34-Jährigen (2006: 59,7 %, 2012: 65,8 %) zu beobachten.

Über die Altersgruppen hinweg zeigt sich für 2012, dass 25- bis 29-jährige und 30- bis 34-jährige Erwerbstätige am häufigsten an beruflicher Weiterbildung teilnahmen (63,8 % bzw. 65,7 %). Bei den 55- bis 65-Jährigen liegt die Teilnahmequote mit 52,8 % auf ähnlichen Niveau wie bei den unter 25-jährigen Erwerbtätigen.

Längerfristige Entwicklungen der Weiterbildungsbeteiligung können anhand des Adult Education Survey (AES) aufgezeigt werden. Die Teilnahmequoten an berufsbezogener Weiterbildung sind auf Basis dieser Daten von 39 % 2007 auf 44 % im Jahr 2014 angestiegen (vgl. Reichart 2016).

Datentabelle:
Teilnahme von Erwerbstätigen an beruflicher Weiterbildung nach Alter (xls, 40KB, Datei ist nicht barrierefrei)

nach Berufshauptfeldern 2012

Im Jahr 2012 haben rund sechs von zehn Erwerbstätigen im Alter von 15-65 Jahren in den letzten zwei Jahren an Kursen und Lehrgängen der beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung unterscheidet sich stark nach Berufen, hier dargestellt durch Berufshauptfelder. Denn Berufe unterscheiden sich nicht nur nach der Tätigkeit, sondern auch nach dem Anspruchs- bzw. Anforderungsniveau.

So verwundert es nicht, dass stark akademisch geprägte Berufshauptfelder die höchsten Teilnahmequoten aufweisen: An der Spitze und über dem Durchschnitt aller Erwerbstätigen liegen lehrende Berufe (82,7 %), technisch-naturwissenschaftliche Berufe (69,0 %) sowie Rechts-, Management- und wirtschaftswissenschaftliche Berufe (66,8 %). Für Personen in den mehrheitlich durch eine Berufsausbildung geprägten Berufshauptfeldern Gesundheits- und Sozialberufe (81,8 %) sowie Büro- und kaufmännische Dienstleistungsberufe (65,4 %) liegen die Quoten ebenfalls sehr hoch. Zwar liegen die Teilnahmequoten für Pflege- und Gesundheitsberufe ohne Approbation (79,1 %) unter den Gesundheitsberufen mit Approbation (94,3 %), aber dennoch weit über dem Durchschnitt aller Erwerbstätigen (58,6 %). Bei den Büro- und kaufmännischen Dienstleistungsberufen stehen Verwaltungsberufe im Öffentlichen Dienst (74,2 %) und Bank-/Versicherungsfachleute (72,8 %) an der Spitze.

Datentabelle:
Teilnahme von Erwerbstätigen an beruflicher Weiterbildung nach Berufshauptfeldern 2012 (xls, 39KB, Datei ist nicht barrierefrei)

nach Qualifikationsniveau und Geschlecht 2012

Im Jahr 2012 haben rund sechs von zehn Erwerbstätigen im Alter von 15-65 Jahren in den letzten zwei Jahren an Kursen und Lehrgängen der beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Der Anfang der 1980er Jahre noch bestehende Geschlechterunterschied in Bezug auf die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren nahezu aufgelöst. Im Jahr 2012 nahmen Männer und Frauen in den letzten zwei Jahren gleichermaßen an beruflicher Weiterbildung teil (58,8 % gegenüber 58,3 %). Unterschiedliche Teilnahmequoten zeigen sich allerdings im oberen und unteren Bildungsbereich. Akademikerinnen (74,0 %) nahmen häufiger an beruflicher Weiterbildung teil als Akademiker (68,7 %). Dies gilt insbesondere für Lehrerberufe (85,5 % gegenüber 77,5 %). Bei den nicht formal Qualifizierten ist bei Männern eine höhere Beteiligung zu beobachten als bei Frauen (44,2 % gegenüber 31,6 %).

Das Qualifikationsniveau hat insgesamt einen großen Einfluss auf die Teilnahme an formalisierter Weiterbildung: Je höher das Qualifikationsniveau der Erwerbstätigen ist, desto häufiger wird an beruflicher Weiterbildung teilgenommen. Auf der Ebene der Berufsausbildung sind Quoten in Höhe von 55,7 % für Männer und 56,3 % für Frauen zu beobachten.

Datentabelle:
Teilnahme von Erwerbstätigen an beruflicher Weiterbildung nach Qualifikationsniveau und Geschlecht 2012 (xls, 38KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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