GSB 7.0 Standardlösung

Arbeitszufriedenheit

Mann in weißem Hemd und Krawatte, der sich mit der linken Hand ein Bild mit lächelndem Smiley vor den Kopf und ein Bild mit verärgertem Smiley in der rechten Hand hält (Quelle: Kenishirotie/iStock) Quelle: Kenishirotie/iStock

Zufriedene Mitarbeiter sind im Durchschnitt motivierter und weniger bereit, den Arbeitgeber zu wechseln. Davon profitieren Betriebe und Beschäftigte gleichermaßen. Neben individuellen Faktoren hängt die Arbeitszufriedenheit insbesondere von arbeitsbezogenen Faktoren wie Einkommen und Arbeitsinhalten ab.

Faktor Arbeitszufriedenheit nicht zu unterschätzen
Der Begriff der Arbeitszufriedenheit beschreibt, in welchem Ausmaß eine positive Einstellung gegenüber der beruflichen Tätigkeit vorliegt. Wie zufrieden Beschäftigte mit ihrer Arbeit sind, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die eine individuell unterschiedliche Bedeutung haben können. Diese beziehen sich auf die Arbeitstätigkeit selbst oder auf die Rahmenbedingungen. Relevante Faktoren neben dem Einkommen sind Arbeitszeit, Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen. Aber auch dem Betriebsklima und dem Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten kommt eine wichtige Rolle zu. Möglichkeiten für Weiterbildung oder Karrierechancen sind ebenfalls bedeutend. Da die Erwerbstätigkeit zukünftig noch mehr Lebenszeit in Anspruch nehmen wird, ist es wichtig, mit der Tätigkeit und am eigenen Arbeitsplatz zufrieden zu sein.

Zufriedenheit der Beschäftigten

mit der Arbeit insgesamt nach Geschlecht und Alter 2012

Gefragt wurde nach der subjektiven Zufriedenheit mit der Arbeit insgesamt. Die Antworten reichen hier von "nicht zufrieden" bis "sehr zufrieden". Am häufigsten geben die Beschäftigten an, dass sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind. 15- bis 34-jährige Männer und Frauen unterscheiden sich nicht in ihrem Urteil (64 %). Bei den Beschäftigten mittleren Alters (35-49 Jahre) sind Männer etwas häufiger mit der Arbeit zufrieden (69 %) als Frauen (64 %). Auch bei den 50- bis 64-Jährigen ist die Zufriedenheit bei den Männern geringfügig größer (68 % gegenüber 65 %). Frauen unterscheiden sich hinsichtlich der Angabe "zufrieden" also kaum in Abhängigkeit des Alters, während Männer ab dem mittleren Alter tendenziell zufriedener sind.

Die Angabe, sehr zufrieden zu sein, wird am zweithäufigsten genannt. Weibliche Beschäftigte sind öfters mit der Arbeit in hohem Maße zufrieden als Männer. Bei den Frauen nimmt die Zufriedenheit mit dem Alter leicht ab (15-34 Jahre: 29 %, 35-49 Jahre: 28 %, 50-64 Jahre: 27 %). Männer erreichen die höchste Ausprägung an Zufriedenheit in jungen Jahren (28 %) und im höheren Alter (26 %), seltener im mittleren Alter (23 %). Weniger zufrieden (6-7 %) oder nicht zufrieden (1 %) zu sein unterscheidet sich kaum nach Alter oder Geschlecht.

Datentabelle:
Zufriedenheit mit der Arbeit insgesamt: Beschäftigte nach Geschlecht und Alter 2012 (xls, 40KB, Datei ist nicht barrierefrei)

mit dem Einkommen nach Geschlecht und Alter 2012

Die abhängig Beschäftigten wurden nach der Zufriedenheit mit dem Einkommen gefragt. Die Antworten reichen von "nicht zufrieden" bis "sehr zufrieden". Am häufigsten geben die Beschäftigten an, dass sie mit ihrem Einkommen zufrieden sind, Männer grundsätzlich öfter als Frauen. Am häufigsten sind Männer mittleren und höheren Alters mit dem Einkommen zufrieden (63 %). Am seltensten geben die 15- bis 34-jährigen Frauen an, zufrieden zu sein (54 %). Bei sowohl männlichen als auch weiblichen Beschäftigten ist auffällig, dass die Häufigkeit, mit dem Einkommen zufrieden zu sein, mit zunehmendem Alter ansteigt, bei Männern etwas mehr als bei Frauen.

Die Angabe, weniger zufrieden zu sein, wird mit bis zu 24 % am zweithäufigsten genannt. Weibliche Beschäftigte berichten öfter als Männer, mit dem Einkommen weniger zufrieden zu sein. Bei den Frauen nimmt die Antworthäufigkeit mit dem Alter leicht ab (15-34 Jahre: 24 %, 35-49 Jahre: 23 %, 50-64 Jahre: 22 %). Männer erreichen die höchste Ausprägung an geringer Zufriedenheit in jungen Jahren (19 %). Die Antwort, mit dem Einkommen sehr zufrieden zu sein, steht nur auf Platz 3. Jüngere Männer berichten am häufigsten (15 %) und ältere Frauen am seltensten (11 %) ein hohes Maß an Zufriedenheit. Nicht zufrieden zu sein unterscheidet sich kaum nach Alter oder Geschlecht. Der größte Unterschied besteht im mittleren Alter: hier ist die Unzufriedenheit bei Frauen etwas häufiger vertreten (10 % gegenüber 6 %).

Datentabelle:
Zufriedenheit mit dem Einkommen: Beschäftigte nach Geschlecht und Alter 2012 (xls, 40KB, Datei ist nicht barrierefrei)

mit der Arbeitszeit nach Geschlecht und Alter 2012

Abhängig Beschäftigte wurden nach der Zufriedenheit mit der Arbeitszeit gefragt. Die Antworten reichen von "nicht zufrieden" bis "sehr zufrieden". Am häufigsten geben die Beschäftigten an, dass sie mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind. Am meisten sind Männer mittleren Alters und Frauen höheren Alters mit ihrer Arbeitszeit zufrieden (66 %). Die 15- bis 34-jährigen Frauen geben am seltensten an, zufrieden zu sein (59 %). Bei den Frauen ist auffällig, dass die Häufigkeit, mit der Arbeitszeit zufrieden zu sein, mit dem Alter ansteigt. Männer sind ab dem mittleren Alter etwas häufiger zufrieden (15-34 Jahre: 63 %, 35-49 Jahre: 66 %, 50-64 Jahre: 65 %).

Die Angabe, sehr zufrieden zu sein, wird mit bis zu 21 % am zweithäufigsten genannt. Weibliche Beschäftigte sind mit der Arbeitszeit öfter in hohem Maße zufrieden als Männer. Bei den Frauen nimmt die Zufriedenheit mit dem Alter ab (15-34 Jahre: 21 %, 35-49 Jahre: 20 %, 50-64 Jahre: 16 %). Männer erreichen die höchste Ausprägung an Zufriedenheit in jungen Jahren (17 %), etwas seltener im mittleren (14 %) und höheren Alter (15 %). Weniger zufrieden (13-16 %) oder nicht zufrieden (4-5 %) zu sein unterscheidet sich kaum nach Alter oder Geschlecht. Auffällig ist, dass der Anteil an jüngeren Frauen, die mit der Arbeitszeit weniger zufrieden sind, vergleichbar ist mit dem Anteil an älteren Frauen, die sehr zufrieden sind (16 %). Ähnlich sieht es bei den Männern mittleren (weniger zufrieden: 15 %) und höheren Alters (sehr zufrieden: 15 %) aus.

Datentabelle:
Zufriedenheit mit der Arbeitszeit: Beschäftigte nach Geschlecht und Alter 2012 (xls, 42KB, Datei ist nicht barrierefrei)

mit Weiterbildungsmöglichkeiten nach Geschlecht und Alter 2012

Die abhängig Beschäftigten wurden nach der Zufriedenheit mit den Möglichkeiten, sich weiterzubilden und hinzuzulernen, gefragt. Die Antworten reichen von "nicht zufrieden" bis "sehr zufrieden". Am häufigsten geben die Beschäftigten an, dass sie mit den Weiterbildungsmöglichkeiten zufrieden sind. Männer unterscheiden sich hier kaum von Frauen. Auffällig ist, dass die Häufigkeit, mit den Weiterbildungsmöglichkeiten zufrieden zu sein, mit dem Alter ansteigt (15-34 Jahre: 53 %; 35-49 Jahre: Männer: 57 %, Frauen 55 %; 50-64 Jahre: 64 %). Ein umgekehrtes Bild zeigt sich bei einem sehr hohen Maß an Zufriedenheit: hier nimmt die Häufigkeit mit steigendem Alter ab (15-34 Jahre: Männer: 22 %, Frauen: 21 %; 35-49 Jahre: 16 %; 50-64 Jahre: 14 %).

Ein geringeres Maß an Zufriedenheit ist mit bis zu 22 % auch vergleichbar oft vertreten. Am häufigsten berichten Männer und Frauen mittleren Alters (21 % bzw. 22 %), mit den Möglichkeiten der Weiterbildung weniger zufrieden zu sein. Im höheren Alter ist dies bei beiden Geschlechtern am seltensten der Fall (16 %). Die Unzufriedenheit mit Weiterbildungsmöglichkeiten ist insgesamt am wenigsten verbreitet. Diese unterscheidet sich kaum nach Alter oder Geschlecht (5-7 %).

Datentabelle:
Zufriedenheit mit Weiterbildungsmöglichkeiten: Beschäftigte nach Geschlecht und Alter 2012 (xls, 42KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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